Musikmachen mit Apps – Starthilfe

Oft werden wir von app2music von interessierten Eltern, Pädagog_innen am Rande der Appmusik-AGs, Schulkonzerte oder auf Facebook gefragt, welche Musikapps und welches Geräte-Setup wir empfehlen können. Hmmm… keine leicht zu beantwortende Frage, da wir die Musikapps und Geräte je nach musikalischem Vorhaben und Situation flexibel wählen.

Es gibt keine perfekte App, die den völlig unterschiedlichen Bedingungen des Musikmachens in einer Appmusik-AG, im Musikunterricht, im Proberaum oder auf der Bühne entspricht und dazu die Anforderungen des kreativen musikalischen Vorhaben erfüllt und gleichzeitig zu den Fertigkeiten des Musizierenden oder der Gruppe passt…

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Musikmachen mit Apps auf dem iPad und Smartphones ist längst mehr als eine Spielerei. Foto: J. Püschel

Das gleiche gilt auch für die von uns verwendeten Geräte: die Tablets (iPads oder Android-Geräte), Mischpulte, Kopfhörer, Lautsprecher, Adapter, Kabel, Controller usw. Auch hier experimentieren wir mit unterschiedlichen Setups, da wir uns nicht von einer bestimmten Technik abhängig, sondern spannende Musikprojekte machen wollen. Dazu gehört nach unserer Auffassung, von den Interessen der Beteiligten auszugehen.

Zur Orientierung

Um Interessierten eine Orientierung in Bezug zur Vielfalt an Musikapps und praktikabler Technik-Setups zu bieten, will ich im Folgenden trotzdem versuchen, einige Hinweise und Tipps für die Durchführung von Schul-Musik-AGs oder Workshops zu geben. Um eine gewisse Illustration für den situativen Gebrauch darzustellen, verlinke ich die knappen Beschreibungen zu den Blog-Artikeln und Videos auf dieser Webseite. Nach und nach wird der Fundus an beschriebenen Erfahrungen zu diesen Musikapps größer und die Liste an Apps und geeigneter Hardware länger und reichhaltiger.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, nutzen Sie doch gern das Kommentarfeld unten auf der Seite oder schreiben uns eine Mail.

Musikapps

Bisher existieren mehr Musikapps für Geräte von Apple mit iOS-System als für Geräte von anderen Herstellern wie Samsung, HTC, Asus, Sony mit Android-System. Insgesamt ist das Angebot an Apps in der Kategorie Musik der App-Stores beträchtlich und sehr vielfältig.

Im Folgenden kann nur eine kleine Auswahl an Apps dargestellt werden, die wir in den Appmusik-AGs auf den iPads regelmäßiger verwenden. Eine Auswahl an interessanten Musikapps für Android-Systeme kann hier gefunden werden: App-Musikinstrumente für android

SoundPrism Pro (iOS)

app2music_soundprism_proDie App SoundPrism bietet ein besonders intuitiv bedienbare Spieloberfläche an. Indem die diatonische Tonreihe in Terzen angeordnet ist, lassen sich durch Kopplungen mit einem Finger die entsprechenden Akkorde spielen. Die App kann daher besonders gut für Akkordbegleitungen genutzt werden.

-> Beiträge zu Situationen in denen SoundPrism genutzt wurde: SoundPrism Taglink

ThumbJam (iOS)

app2music_thumbjamDie App ThumbJam wird auf einem iPod touch oder iPhone mit den Daumen gespielt. Aber die App verwandelt auch ein iPad in ein Musikinstrument und bietet eine einfach zu spielende Streifenoberfläche sowie viele unterschiedliche Klänge (Cello, Trompete, Synthesizer usw.). Sie eignet sich besonders gut zum Melodiespiel.

-> Beiträge zu Situationen in denen ThumbJam genutzt wurde: ThumbJam Taglink

DM1 (iOS)

app2music_dm1Die App DM1 bedeutet Drum-Maschine und ist ein Drumcomputer mit dem Rhythmen in einem Raster programmiert werden können. Dazu lässt sich im Ensemble gut spielen. Der Spieler kann auch Varianten erstellen, Effekte bedienen und dazu Schlagzeug spielen.

-> Beiträge zu Situationen in denen DM1 genutzt wurde: DM1 Taglink

Nodebeat (iOS und Android)

app2music_nodebeatDie App NodeBeat erinnert kaum an ein herkömmliches Musikinstrument, als vielmehr an ein Soundtoy. Der Spieler interagiert mit pulsierenden Scheiben, die kleine Satelliten zum Klingen bringen, so dass ein Beat entsteht. Dazu kann der man auf dem Hintergrund mehrstimmig improvisieren.

-> Beiträge zu Situationen in denen NodeBeat genutzt wurde: NodeBeat Taglink

ChordPolyPad (iOS)

app2music_chordpolypadChordPolyPad ist eine App, mit der einzelne Tone zu Akkorden zusammengestellt werden können und Spielflächen zugeordnet werden können. Dadurch können leicht Akkordbegleitungen gespielt werden.

-> Beiträge zu Situationen in denen ChordPolyPad genutzt wurde: ChordPolyPad Taglink

DrumStudio (iOS)

app2music_drumstudioDie App DrumStudio bietet eine Schlagzeugansicht, in der eine klassisches Schlagzeug dargestellt ist, mit dem auch gespielt werden kann. Daneben kann man in einen Programmiermodus umschalten und dort einen Beat zu programmieren. Durch diese Konstellation wird das Prinzip einer Drum-Maschine gut nachvollziehbar.

-> Beiträge zu Situationen in denen DrumStudio genutzt wurde: DrumStudio Taglink

      … to be continued...

Geräte

Indem die Funktionalität von Smartphones und Tablets durch Musikapps erweitert werden, können sie Klangerzeuger, Controller und Musik-Studio gleichzeitig in einem Gerät sein. Durch spezifische externe Hardware können die physischen Anschlussmöglichkeiten erweitert werden. Dadurch können auch externe Klangerzeuger (Mikrophone, Gitarren), physische Controller (Keyboard, Drumpads) oder auch Daten zur Synchronisation (Midi-Clock) in die musikalische Anwendung einbezogen werden. Daneben wird die Verwendung von Lautsprechern und Kopfhörern sowie Stativen empfohlen.

JamHub (Mischpult)

app2music_JamHubEin großes JamHub-Mischpult bietet Musiker_innen mit seinen 7 Mischpulteingängen die Möglichkeit, ihre elektronischen Instrumente (bspw. können 7 iPads angeschlossen werden) über Kopfhörer gegenseitig zu hören, um so gemeinsam musizieren zu können. Es bietet zur Steuerung der verschiedenen Lautstärken jedem Spieler einen eigenen Mischpultbereich, der ihm dazu dient, dass er seinen eigenen Kopfhörermix einstellen kann und somit individuell entscheidet, wie laut er neben dem Klang seines eigenen Gerätes die Klänge der einzelnen Mitspieler hören will.

Das erlaubt ein exzellentes Proben in Gruppen, weil man die nicht benötigten Kanäle einfach auf seinem Kopfhörer leiser stellen kann. Gerade für das Üben des Zusammenspiels einzelner Stimmgruppen ist das vorteilhaft, weil somit alle Spieler gleichzeitig unterschiedliche Stimmen proben können, indem jeder nur die für ihn relevanten Stimmen hört, ohne dass der Lautstärkepegel insgesamt steigt.

Nachteilig am JamHub ist, dass spezielle Kabel notwendig sind, die Verarbeitung des Mischpultes nicht besonders gut ist und der Preis für solch ein JamHubs überdurchschnittlich hoch ist.

-> JamHub-Mischpulte werden in der 5er- und 7er-Ausführungen regelmäßig in unseren Appmusik-AGs genutzt. Beim Einsatz für Schulkonzerte haben wir keine gute Erfahrungen gemacht.

Roland Cube Monitor (Lautsprecher)

app2music_Roland_Cube_MonitorDer Roland Cube Monitor ist unserer Erfahrung nach besonders flexibel für Appmusik-AGs geeignet, da er einen Tragegriff besitzt, sehr robust, leicht und stapelbar ist und über ein integriertes Mischpult verfügt.  Neben dem JamHub können so z. B. auch ein Laptop und ein MP3-Player angeschlossen werden. Außerdem lassen sich mehrere Cubes miteinander für Mehrkanal-Klanginstallationen verlinken.

Camera Connection Kit (USB-Adapter)

Mit einem Adapter (Camera Connection Kit) können an das iPad auch USB-Geräte angeschlossen werden. Dazu gehören Keyboard-Controller wie das Q25, die über das iPad auch mit Strom versorgt werden und die Soundkarte UA 22 duo, um z. B. eine Gitarre aufzunehmen. Solche Geräte müssen einen besonderen Standard unterstützen, den aber heute die meisten aktuellen Geräte erfüllen sollten. Mit einem zusätzlichen USB-Hub können auch mehrere andere Geräte wie Soundkarten und Controller gleichzeitig angeschlossen werden.

     … to be continued...