app2music_DE: 12 Android-Apps zum Musik machen mit Kindern und Jugendlichen

app2music_DE | 2. August 2018

Seit Juli 2018 besteht die app2music_DE-Gruppe Augsburg. Hier kooperiert der app2music e.V. mit MEHR MUSIK!, dem Musikvermittlungsprogramm der Stadt Augsburg. Musiker_innen und Akteur_innen der Augsburger Kulturlandschaft wollen im Rahmen der Initiative von Kultur macht Stark in Schulen und Jugendkultureinrichtungen Kindern und Jugendlichen ein kreatives Angebot zum Musik machen bieten. Musikapps bieten ein vielfältiges Instrumentarium für die unterschiedlichsten Stile – fragt sich nur: welche sind für uns die Richtigen? Aus gutem Grund haben wir uns für Android-Apps entschieden.

Musik machen, Apps, kollaboratives Lernen und Kulturelle Bildung sind die vier zentralen Stichworte des app2music e.V.

Appmusik kann man sehr gut auf Geräten mit dem iOS-System des Unternehmens Apple machen, also mit iPads und iPhones. Das zeigen vielfältige Kunst- und Bildungsprojekte und es finden sich auch hier auf dem Blog von app2music eine Reihe von gelungenen Beispielen der Kolleg_innen.

Anders sieht es mit Geräten aus, die mit Android ausgestattet sind. Zwar gibt es auch für das Google-Betriebssystem eine große Auswahl an Musikapps, jedoch sind nur wenige so funktional ausgereift wie die etablierten Musikapps für iOS. Das hat verschiedene Gründe: Die Appentwickler_innen für Android haben mit über 400 verschieden Gerätemodellen zu kämpfen. Apps müssen dafür jeweils angepasst werden. Außerdem legt Google – (federführend für die (Weiter-)Entwicklung des Betriebssystems – keinen besonderen Fokus auf ein spezielles Framework für Apps zum Musik machen, so dass der Programmieraufwand noch einmal höher ist und die Entwicklung schließlich mehr Zeit, Geld und Arbeit kostet.

Es gibt jedoch einen sehr guten Grund, Android-Musikapps nicht aus dem Blick zu verlieren: Die Verbreitung von Android-Geräten liegt in Deutschland bei über 80 Prozent.

Aus der Marktforschung wird deutlich, dass das Android-System den deutschen Markt dominiert. Die Prominenz von Apple in vielen Bildungsangeboten sollte jedoch nicht zur Benachteiligung von Schüler_innen führen, die keine entsprechenden Geräte besitzen.

Die hohe Verbreitung von Geräten mit Android nehmen wir ernst. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie sie auch ihre eigenen Android-Geräte zum Musik machen verwenden können.

Zu diesem Zweck hat sich die Augsburger Gruppe von app2music_DE vorgenommen, den Kindern vor allem Musikapps zu präsentieren, die es auch für Android gibt. Im Idealfall sollen die Musikapps sogar für die beiden Betriebssysteme verfügbar sein. Die Kinder sollen somit die Möglichkeit haben, während des Workshops mit der Begleitung von uns Musiker_innen sowie auch nach dem Workshopangebot auf ihren persönlichen Geräten mit geeigneten Apps Musik zu produzieren oder zusammen zu musizieren.

Mit Android-Apps zum Musizieren betreten wir eher Neuland im Bereich musikalischer Bildungsangebote

Bisher sind Bildungsangebote, in denen Android-Geräte konsequent eingesetzt werden, rar. Die Unterschiede zwischen iOS- und Android-System mögen auf den ersten Blick gering sein, doch für das Musizieren in Gruppen mit Apps und das Produzieren von Eigenkompositionen sind deutlich andere Methoden gefragt. Auch für Android gibt es erstklassige Apps, doch diese funktionieren einfach anders. Das nötige Know-how dafür muss erst einmal gewonnen werden.

Das Foto zeigt eine Szene aus einem Workshop in einer Schule in Gera mit dem Thema Musizieren mit Apps von Matthias Krebs im Rahmen des Festivals „Goldener Spatz“. Im Workshop wurden auch die Smartphones der Ferienkinder mit einbezogen. // Foto: Sandra Schwarz

Für den ersten Schritt haben wir uns deswegen auf die Suche nach passenden Musikapps gemacht, die sowohl für iOS-Geräte als auch für Android-Geräte gleichermaßen angeboten werden. Damit soll erreicht werden, dass wir einerseits die iPads von app2music_DE nutzen können und andererseits parallel auch die Kinder und Jugendlichen bei der Nutzung von Apps unterstützen können, die auf ihren privaten Geräten installiert sind. Außerdem können wir so auf vorhandene Erfahrungen mit den iOS-Apps zurückgreifen.

Folgende Apps, die es sowohl für Android als auch für iOS gibt, empfehlen wir für Bildungsangebote mit Kindern und Jugendlichen:

Sicher bin ich nicht der einzige, dem es wichtig erscheint, auch die vielen Geräte mit Android-System in  Bildungsangebote zu integrieren. Matthias Krebs hatte ja in seinem Blog vor einigen Jahren bereits eine umfangreiche Liste an Android-Musikapps angelegt.

Wer Vorschläge zu weiteren interessanten Musikapps für das Android-System hat, der schlage diese gern unten in den Kommentaren vor. So können wir gemeinsam unsere Liste weiterentwickeln!

Geschrieben von Tom Simonetti | aus dem app2music_DE-Team Augsburg

 

Seit dem 1. Januar 2018 ist der app2music e.V. mit seinem neuen Projekt app2music_DE Partner im Programm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In den nächsten fünf Jahren wird Projektleiter Julian Quack mit seinem Team ein Bildungsangebot für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche aufbauen.



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