app2music_DE Tutorials / Folge #01: Drei tolle Apps zum Beats machen

app2music_DE | 26. Juli 2019

In diesem Tutorial-Video zeigt dir unser Moderator Nils, wie du mit Apps eigene Musik machen kannst: sowohl Drums und Beats, Melodien als auch Begleitung! Dazu kannst du die App Beatonal verwenden – sie läuft garantiert auf jedem Smartphone oder Tablet. Wenn du ein Gerät von Apple vor dir hast, können wir auch die Apps Blocs Wave und PlayGround empfehlen. Das Wichtigste: Alle drei Apps kosten nichts, du kannst damit also auch ganz einfach zu Hause Musik produzieren! Wie? Schau’s dir in unserem Video an:

Wenn du nicht gleich alles verstanden hast, kein Problem! Schau dir das Video gerne noch mal an. Wenn du noch mehr über die Apps wissen möchtest, dann findest du hier drunter noch weitere Tipps und Videos mit guten Ideen und Songs.

Tipps & Tricks:

#Beatonal – die Groovebox

Beatonal ist eine sogenannte virtuelle Groovebox, mit der du recht schnell deine musikalischen Ideen mit dem eingebauten Synthesizer (elektronische Sounds) und der Drummachine (Schlagzeug-Computer) umsetzen kannst. Starten kannst du mit dem Schlagzeug (Drums). Dazu findest du acht anpassbare Felder, mit denen du verschiedene Teile des Schlagzeugs kombinieren kannst.

Wichtig ist zu wissen, dass du oben links die einzelnen Instrumente wählen und einstellen kannst.

Pro

  • Mit der App kannst du Beats produzieren. Du kannst sie aber auch verwenden, um live zu improvisieren, und sie als Instrument nutzen.
  • Die App bietet dir einige Spielhilfen an, die du aber auch umschalten oder ausschalten kannst.
  • Schau dir auch den „Kompositionsmodus“ an. Damit kannst du in Ruhe verschiedene Varianten von Beats oder Melodien austesten.

Contra 

  • Die App ist auf Englisch. Aber du findest sicher schnell heraus, was die Knöpfe bedeuten. Unsere Videos helfen dir dabei, dich in der App zurecht zu finden.
  • Leider klingen die Sounds in der Grundeinstellung nicht besonders gut. Oben links findest du aber ein Menü, in dem du sie noch anpassen kannst.
  • Erst mit den „Pro-Funktionen“, die du für 4€ kaufen musst, kannst du deine Song-Projekte richtig abspeichern.

Unsere Lieblingsvideos zu Beatonal (auf Englisch):

Wir fänden es toll, wenn du uns ein Video von deinem (oder eurem) Groove oder Song schickst. Kopier den Link einfach ins Kommentarfeld unter diesem Blogbeitrag oder unter unser YouTube-Video.

 

#Blocs Wave – der Looper

Blocs Wave ist eine kostenlose Musikapp zum Improvisieren mit Loops. Am Anfang wählst du für die verschiedenen Felder in der oberen Reihe passende „Loops“ (kleine Klangausschnitte, die man in Dauerschleife immer wieder abspielen kann) aus, bis du eine Kombination gefunden hast, die dir gefällt. Dieses „Set“ kannst du dann immer weiter verfeinern, indem du die Loops bearbeitest oder eigene Loops mit dem Tablet-Mikrophon aufnimmst. Versuch doch mal, mit der App ein kleines Konzert zu geben – dann weißt du, wie es sich anfühlt, ein DJ zu sein. Vielleicht findest du noch jemanden, der Lust hat, zu deinem Beat zu rappen oder zu singen!

  • Blocs Wave findest du kostenlos im Apple App Store (<– Link zum Download). Die App ist für iPhone, iPod touch und iPad erhältlich. Per In-App-Kauf können erweiterte Funktionen und weitere Loop-Packs gekauft werden.

Pro

  • Die Loops bei Blocs Wave klingen ziemlich gut und decken verschiedene Musikrichtungen ab. Die Herausforderung ist es, eine gute Mischung zu finden.
  • Mit der Aufnahmefunktion kannst du gleich eigene Loops aufnehmen und direkt integrieren.
  • Wenn man etwas herum probiert, kann man richtig abgefahrene und abwechslungsreiche Jams hinkriegen. Mit der „LINK“-Funktion kann man sogar mit mehren Geräten zusammen improvisieren.

Contra

  • Die Funktion „Slice“ ist leider erst als kostenpflichtige Pro-Funktion zu haben.
  • Bei den vielen Loops fällt es schwer, die Übersicht zu behalten, so dass die Jams nicht einfach chaotisch und überladen klingen.
  • Manche Funktionen der App sind schwer zu finden und gewöhnungsbedürftig. Hast du sie schon entdeckt?

Unsere Lieblingsvideos zu Blocs Wave:

TiPP: Auf YouTube findest du tonnenweise Videos, in denen bekannte Produzent_innen richtig gute Tricks zeigen. Zwar sind diese auf Englisch, aber man kann ja trotzdem sehen und hören, wie das funktioniert.

 

#PlayGround – Beats mit einem Fingerwisch

Die App PlayGround wurde von DJs aus Belgien entwickelt. Dabei wird aber nicht einfach ein Turntable (Plattenspieler) abgebildet, sondern ein ganz eigenes Instrument erschaffen. Am besten ist es, wenn du mit einem Finger im richtigen Rhythmus über bestimmte Formen auf der Spiel-Oberfläche wischst, um Beats zu improvisieren. Auch Akkorde und Melodien kannst du so auf manchen Feldern entdecken. Mit beiden Händen kannst du nun Beats und verschiedene Klänge gleichzeitig spielen.

  • Die App PlayGround ist im Apple App Store nicht so leicht zu finden (<– Link zum Download). Sie ist für iPhone, iPod touch und iPad erhältlich. Per In-App-Kauf können viele weitere „Tische“ in verschiedenen Musikrichtungen dazu gekauft werden.

Pro

  • Schnell klingt das Ergebnis sehr ordentlich. Versuche aber mal einen stabilen Beat zu machen, der gerade und eingängig klingt: Das setzt etwas Übung voraus!
  • Es gibt eine Aufnahmefunktion, mit der du deine Jams auch festhalten kannst. Wenn sie rund sind, dann lade sie doch hoch und versende den Link dazu.
  • Die verschiedenen Tische klingen nicht nur sehr unterschiedlich, sie bieten auch ihre eigenen klanglichen Überraschungen, die du beim Musizieren finden kannst.
  • Die App eignet sich wunderbar, um mit einer Freundin oder einem Freund gemeinsam zu musizieren.

Contra

  • In der kostenlosen Version sind nur drei Tische dabei. Aber es gibt immer auch welche, die man für eine Weile kostenlos spielen kann. Die Kosten für die anderen Tische sind recht hoch.
  • Das Zusammenspiel mit anderen Apps wird nicht unterstützt.
  • Viele geben schnell auf und geben sich mit einfachen Beats zu frieden. Du kannst aber mehr daraus machen!

Unsere Lieblingsvideos zu PlayGround:

TiPP: Wir finden es besonders lustig, auf einem Tablet zu zweit oder zu dritt gemeinsam zu spielen. Eine/r ist für die Akkorde verantwortlich, eine/r für die Beats – und zwischendurch könnt ihr einfach mal wechseln!

Vorschau – und so geht’s hier weiter…

Aber damit noch nicht genug! Bald erscheinen noch weitere Tutorial-Videos, in denen dir Nils zeigt, wie du mit Drum-Machines groovige Beats produzieren kannst, passende Harmonien für Songs findest und Melodien komponierst. Aber dazu demnächst mehr…

Wenn du Anregungen oder Fragen hast, schreib sie uns hier unten in die Kommentare. Wir sind gespannt auf deine Musik!

// Die app2music_DE Tutorials sind ein Angebot des Projekts app2music_DE, das für Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Lagen deutschlandweit musikalische Nachmittagsangebote schafft. 

Seit dem 1. Januar 2018 ist der app2music e.V. mit seinem neuen Projekt app2music_DE Partner im Programm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In den nächsten fünf Jahren wird Projektleiter Julian Quack mit seinem Team ein Bildungsangebot für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche aufbauen.



Kommentar verfassen