Zum ersten Mal 6 Appmusizierende!

Matthias Krebs | 15. März 2014

Auch heute war wieder Gelegenheit, dass Neo einige Apps austesten kann. Dabei hatte er drei Musikapps gefunden, die ihm zusagten: iKaossilator, SoundyThingie und Borderlands. Ich möchte hier gar nicht zu sehr interpretieren. Nur so viel sei gesagt: Auf allen drei Apps kann man Einfluss auf Sounds nehmen. Es geht bei diesen drei Apps weniger um das Spielen von Melodien, sondern um das Eingreifen auf die Klanggestalt durch das dann abstraktere Klänge und Melodien entstehen können.

1,2,3,4,5,6-Yuhuh!

Heute waren wir zum ersten Mal zu sechst und probten als erstes »Wake me up«. Dabei spielten Neo und Rufus auf guitarism.

Wake me up-Foto

Eine Zeit lang waren wir als Band im Timing. Je weiter der Songfortschritt, desto mehr geriet das Zusammenspiel auseinander. Um dies zu verändern, nutzten wir folgende Schritte:

  • Paarweise spielen
  • Reihum anfangen, wodurch immer eine Stimme mehr hinzukam
  • Auspegeln der Instrumente, wobei Drums (Tighten Bass) als lautestes Instrument eingestellt wurde, damit sich die anderen daran orientieren.

Wir werden immer besser!

Becoming a Band

Als nächstes frischten wir unsere Improvisationsstück aus der zweiten Stunde (19.02.2014) auf.

Da wir heute ein Mitspieler mehr waren, brauchte auch Neo eine Stimme in dem Stück. Ich schlug vor, dass er sich eine der Apps nehmen solle, die ihm gut gefallen. Als erstes wählte er iKaossilator, die ihm nach einiger Zeit nicht mehr gefiel und er deshalb wechseln wollte. Er wechselte darauf zu SoundyThingie. Fortan strukturierten wir den Song etwas. Die Drums – gespielt von Mitchy Blake und Tighten Bass – beginnen. Nach vier Takten steigt Snaky Boy mit seiner Melodie ein sowie die eine von mir auf SoundPrism gespielte Harmoniebegleitung. Als Untermalung spielt Neo eine Noise-Begleitung. Und schließlich wechselt mit Erklingen einer von Rufus auf Bebot gespielten zweiten Melodie der Groove in ein halftime-feel. Das hat mich echt fasziniert, da es keinerlei Absprache gab und auch bei den Wiederholungen keine Absprache benötigte.

Ich freue mich bereits auf das nächste Mal!

Matthias Krebs ist Appmusiker, Diplom-Musik- und Medienpädagoge und wissenschaftlich tätig. Matthias Krebs ist Gründer und Leiter des Smartphone-Orchesters DigiEnsemble Berlin und beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion mit der Aneignung digitaler Musikinstrumente. Weitere Forschungsschwerpunkte betreffen: Digitale Medien in Lehre und Forschung, Kommunikation im Social Web, Netzkunst, digitale Musikinstrumente und Musiker-Selbstvermarktung. Er arbeitet und wirkt an der Universität der Künste Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ist als Lehrbeauftragter an mehreren deutschen Musikhochschulen tätig und leitet regelmäßig Appmusik-Workshops.


Kommentar verfassen