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Audiovisuelles Theater-Essay mit Schulkindern im virtuellen Raum

Deniz | 9. April 2021

Vor knapp einem Jahr, in der Anfangsphase der Pandemie, entwickelten MusikerInnen und Beteiligte aus unserem Projekt „app2music_DE“ detaillierte Leitfäden zur Durchführung von Online-Musikangeboten. (Die Leitfäden finden sich in unserem Beitrag: Online-Musikprojekte – Konzeptideen für Workshops) In dieser Serie möchten wir euch eine Auswahl gelungener Projekte vorstellen, die auf den genannten Konzepten basieren oder aber ganz eigene Wege gehen um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

Was für ein Theater?

Seit Sommer 2020 arbeiten die Theaterpädagogin Maria Karamoutsiou und der Komponist Deniz Dilek mit Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren an der Erstellung eines audiovisuellen Theater-Essays. Das Projekt ist eine Kooperation des Theaters an der Parkaue mit app2music_DE und findet in wöchentlichen, zweistündigen Proben unter dem Titel „Hymne und Show“ statt. Eingebettet ist das Projekt in das Community-Theater, bei dem in 15 unterschiedlichen Formaten, Menschen verschiedenen Alters in der Begleitung von KünstlerInnen und TheaterpädagogInnen ein Jahr lang die Vielfalt theatraler Formen kennenlernen können und an dessen Ende die Aufführung der eigens erstellten Stücke steht.

In „Hymne und Show“ wird eine audiovisuelle Performance entwickelt!

Die teilnehmenden Kinder erfinden eigene Charaktere, Klangfiguren und tönende Wesen durch die Nutzung und das Zusammenspiel von diversen Instrumenten, Theaterrequisiten, Bewegung und Stimme. Ein klares Narrativ bzw. eine Geschichte gibt es dabei nicht. Vielmehr soll die digitale Theaterbühne der Austragungsort assoziativer Klang- und Bildfiguren sein, der Charaktere zeichnet und andeutet aber nicht festschreibt. Die einzelnen Abschnitte entstehen durch audiovisuelle Material-Improvisationen und anschließende Diskussionen darüber.

Das ursprüngliche Konzept für „Hymne und Show“ sah eine Performance zwischen Schauspiel und Livemusik des Kinder-Ensembles auf der Theaterbühne vor. Dabei basieren vor allem die Ideen für das experimentelle Live-Musizieren mit Tablets auf den Erfahrungen eines vorangegangenen Kooperationsprojektes von app2music- damals zusammen mit klangradar (http://app2music.de/klangradar-berlin-glueck/).

Ein Neuanfang im virtuellen Raum

Im Verlauf der Corona-Pandemie müssen die Live-Proben abgesagt und die Theaterbühne in den digitalen Raum verschoben werden. Die neuen Umstände machen einige Aspekte des Zusammenspiels unmöglich und somit müssen neue Stilmittel ge- bzw. erfunden werden. Als inspirierender Startpunkt diente uns hierfür das Bild “little walk“ von der Malerin Monika Michalko.

 

“little walk“ von Monika Michalko.

 

Darauf ist eine Stadt mit diversen bunten fantasievollen Häusern zu sehen. Wir fragen die Teilnehmer nach ihren ersten Assoziationen zu der Häuserwelt: Wer wohnt dort? Wie tönen die verschiedenen Häuser von innen oder aussen? Und wie würden sie einen Spaziergang durch diese Welt audiovisuell inszenieren? Die Teilnehmer improvisieren daraufhin mit Tablets, handliche Synthesizern, Theremin sowie der Stimme erste „Klang-Passagen“. Das gleiche Prinzip findet im Anschluss auf der visuellen Ebene mit Hintergrundbildern, Lichtsetzung und Theaterrequisiten statt. 

Es stellt sich heraus, dass das gesamte Stück im digitalen Raum visueller als auf der Bühne des Theaters werden würde, da die Nutzung von Zoom das musikalische Zusammenspiel erschwert, sich allerdings beim Spiel mit Licht, Requisiten, Bewegung und Kostümen neben allen Beschwerlichkeiten auch neue Möglichkeiten auftun:

Hürden zu Stärken machen

Die Konferenz-Software Zoom ist ursprünglich nicht für künstlerische und erst recht nicht für musikalische Live-Performances geeignet, dennoch beinhaltet Zoom einige technischen Features, mit Hilfe derer man die Wohnzimmer der TeilnehmerInnen in eine Bühne oder in ein experimentelles Visualisierungs-Tool verwandeln kann. Technische Fehler wie das Glitching von Vorder-und Hintergrund bei der Verwendung eines sogenannten Hintergrundbildes können künstlerisch genutzt werden.

Die Hintergrundbilder können zusätzlich entweder in Bezug zur Musik oder auch in Funktion einer virtuellen Kulisse gewechselt werden. Ähnlich kann die Begrenzung des Bildausschnittes der Webkamera die Aktionen der sich selbst filmenden TeilnehmerInnen analog zu einer Kinokamera „framen“.

Eine große Herausforderung und gleichzeitig Leistung besteht in der Tatsache, dass auf der digitalen Wohnzimmer-Bühne alle teilnehmenden Kinder parallel als MusikerInnen, SchauspielerInnen, BühnenbildnerInnen und TechnikerInnen agieren müssen. Das bedeutet zeitweise eine Überforderung für die teilnehmenden Kinder und die SpielleiterInnen, jedoch ergeben sich damit auch diverse neue Erfahrungshorizonte, die wir auf einer analogen Bühne vermutlich nicht gemacht hätten.



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