Auf in die nächste Runde

Patricia Rost | 2. Dezember 2015

Zu Beginn der nächsten AG-Veranstaltung wurden die 9 anwesenden Kinder eingeladen, sich zuerst mit ihren Künstler- und dazugehörigen Bandnamen vorzustellen und diese an die Tafel zu schreiben.

 

Augenscheinlicher Ausdruck der Freude über die nächste App AG Runde

Augenscheinlicher Ausdruck der Freude über die nächste App AG Runde

Darf ich vorstellen:

  1. Rock4Girls mit den Künstlerrinnen: Roxy, Roxibee, Roxane und Nina;
  2. dann Sidney und SiffanieT., The Fancy girls und
  3. die, die sich jetzt spontan zusammentaten: Soso, John Lee Harper, der im lezten Blogartikel als (B), und Ale Cooper, als (A) bezeichnet wurde, und noch keinen Bandnamen hatten.

Gut zuhören will gelernt sein!

Francesco hatte einige der Lieblingssongs mitgebracht, die letzte Mal an die Tafel gebracht worden waren. Wir wollten die Kinder natürlich nicht nur belustigen, sondern auch eine Methode aufzeigen, wie man Songs analysieren kann, egal, ob man sie mag oder nicht.

Es liefen die Songs „I can´t feel my face“, „Downtown“ und „Uptownfunk“.

Die Kinder sollten die Songs nach folgendem Hintergrund hören:

  1. Welche Instrumente werden im Song verwendet?
  2. Was für ein Rhythmus liegt unter der Instrumentierung, welcher Stil?
  3. Was gefällt/missfällt euch, an diesem Song?
  4. Was macht der Song mit euch?

Ein Gespräch über Musik zu beginnen…

Die o.g. Songs wurden wie oben aufgezeigt von den Kindern aufgeschlüsselt. In den meisten Antworten konnten die Kinder eine Struktur erkennen und die Songs wurden von den meisten als gefällig empfunden.

Interessant war erneut die Antwort von Ale Cooper auf die Frage hin, ob ihm der Song gefällt. Er meinte, dass er die Songs alle nicht mochte, da sie sich immer wiederholten. Ja, das konnten wir bestätigen, dass in den meisten Songs diese Wiederholungen auftreten. Wenn es eine Melodie gibt, die gefällt, dann will man sie auch öfter als einmal hören. Es ist aber sicher auch eine künstlerische Freiheit, KEINE Wiederholungen in einem Song einzubauen.

Auftrag und Auftritt

Die Kinder wurden darüber informiert, dass es im Januar 2016 einen Auftritt geben soll. Die Aufgabe besteht nun also darin, dass jede Band bis Dezember einen Song in kreieren soll um diesen dann im Januar vor dem elterlichen Publikum und den Kindern anderer „app2music-AGs“ vorzustellen.

Die Bands sollten in den nächsten 30 Minuten an einer Idee arbeiten, eine App für sich favorisieren und danach soll jede Band ihre Idee vor der AG präsentieren.

Bandarbeit ist Arbeit

Erstmal hatten alle Lust auf die iPads und konnten es nicht abwarten die Geräte in den Händen zu halten. Es waren leider weniger iPads als Kinder vorhanden, weshalb vier Kinder sich zwei iPads teilen mussten.

Folgendes konnte ich beobachten:

The Fancy Girls:

SiffanieT. Ist ganz schön kreativ. Sie hat ihren Song schon im Kopf und sie versucht Sidney ihre Idee zu vermitteln, um den Song umzusetzen. Sidney hingegen ist viel zu neugierig und will erstmal viele Apps ausprobieren, statt gleich in den Song einzusteigen, und hat dabei richtig Spaß. Eine Zusammenarbeit kommt nicht so richtig zustande. SiffanieT. probiert ihre Idee alleine aus.

Rock 4 Girls:

Beim Ausprobieren hatten die 4 Mädchen sich untereinander die Apps gezeigt und dann beschlossen zusammen zu arbeiten. Dazu bekamen Sie den sogenannten „Oktopus“, der die Mädchen untereinander verbindet, so dass sie sich gegenseitig hören können.

Bald darauf entstand eine Lautstärken-Spirale. Jedes Mädchen drehte am Volumen-Rad, weil es sich nicht hörte, was zur Folge hatte, dass sich jede 4. Klässlerin der Reihe nach immer lauter machte, was logischerweise, mit genauso lauten „Stimmchen“ zu den Ausrufen führte:

„Mann, du bist so laut, ich kann mich nicht hören!“… „Nein, du bist laut, ich kann mich nicht hören!“ …„Mach dich leiser, ich kann mich nicht hören.“

Auch ein Reset – alle ganz leise und langsam die Lautstärke steigern – endete mit den o.g. Sätzen, so dass sich alle aus dem „Oktopus“ stöpselten und jede für sich alleine arbeitete.

Bandarbeit der Rock4Girls

Bandarbeit der Rock4Girls

SOSO, John Lee und Ale Cooper:

Mir fiel auf, dass Soso, John Lee und Ale C. dafür umso besser zusammenspielten, und das ganz ohne Kopfhörer. Damit hatten wir nicht gerechnet. Soso konnte wirklich gut auf die Vorlage der beiden Jungs reagieren.

Präsentation und Erfahrung:

Es gab insgesamt 4 Präsentationen.

Die anwesenden Mitglieder der Band „The Fancy Girls“ präsentierten jeweils eine Idee. Siffanie T. war allerdings enttäuscht vom Ergebnis. Sie wollte einen Funky-Song umsetzen, was jetzt nicht geklappt hat. Die Information, dass Bandarbeit nicht so einfach ist und mit Kommunikation, Absprachen und Kompromisse eingehen zu tun hat, munterte sie wieder auf.

„Rock4Girls“ hatten einen Joker in der Tasche. Obwohl ich das oben beschriebene Szenario live miterleben durfte und kein Zusammenspiel erkennen konnte, hatten Sie auf einmal eine Songidee, die sie uns vorspielten.

Die letzte Formation mit Soso, John Lee und Ale, hatte das präsentiert, was sich schon vorher abgezeichnet hatte.

Den Kindern hatte es viel Spaß gemacht; uns auch. Vor allem waren wir völlig überrascht von den Ergebnissen. Die Kinder wünschten sich zum nächsten Mal, dass sie mehr Zeit zum Ausprobieren haben. Damit erklärten wir uns einverstanden. Um aber die experimentelle Phase beim nächsten Mal nicht uferlos zu lassen, wollten wir, dass die Kinder sich eine Situation (Geburtstagsfeier, Party, Herbstspaziergang) überlegen, die sie inspiriert gemeinsam an einer Idee zu arbeiten.

Eine Aufgabe gestellt als Inspiration für Ideen für den eigenen Soundtrack

Eine Aufgabe gestellt als Inspiration für Ideen für den eigenen Soundtrack

Schlusswort:

Es waren schon einige Ideen erkennbar und wir sind zuversichtlich, dass hier Songs nach dem Muster: Soundtrack of our lifes entstehen können.

Wir empfinden die Idee, sich erst über Musik zu unterhalten und dann erst die iPads herausgegeben als ziemlich guten Zug, um erstmal Ruhe in die doch ziemlich große Gruppe hereinzubringen und für uns auch erstmal eine Methode ist, zu erfahren, wo die Fähigkeiten, Schwierigkeiten und Vorgehensweisen der Kinder liegt. Es bleibt spannend!!



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