Die Aufgabe im Auge behalten

Patricia Rost | 19. Dezember 2015

„In 30 Minuten auf die Bühne, bitte!!“

Nachdem ich in den letzten AG-Stunden beobachten konnte, dass sowohl hohe Emotionen, als auch der grenzenlose Spaß am Erforschen der einzelnen Apps, sich als starke Ablenkung auf die Songarbeit der Bands niederschlug, war mir jetzt klar: „Es muss etwas passieren, Francesco!“

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AG-Leiter Francesco hilft gerne bei der Songarbeit

Ich resümiere:

-Es sind 12 Kinder aus den Klassen 4-6. Also eine große Gruppe, woraus sich 3 Bands gebildet haben. Manche Kinder sind unregelmäßig dabei, was den Entstehungsprozess zum Song verstreut. Ideen werden lange Zeit mit nachhause genommen und nicht wieder gebracht.

-Nach jeder AG Zeit hatte uns jede der 3 Bands eine Idee vorgespielt. Die Ideen waren gut, aber es war jedes Mal eine andere, eine neue Idee.

-Den Kindern macht es Spaß jedes Mal etwas Neues zu finden und erfinden. An derselben Stelle weiter zu arbeiten, finden sie bis jetzt langweilig.

-Kurz: es wird bisher nicht an „dem“ Song gearbeitet.

-Wir haben noch 5 Termine bis zum Auftritt, bzw. 4 bis zur Generalprobe im Januar 2016.

-Oje!

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Keine Panik Frau Rost, es ist doch nur ein Auftritt

Werdet konkret!

Daher stellten wir heute die Aufgabe:

„Was könntet ihr uns anbieten, wenn ihr in 30 Minuten euren angekündigten Auftritt hättet?“

Die Idee dahinter war klar: die Bands sollten auf den Punkt kommen. D.h. sie sollen sich besser absprechen, konzentriert am Song arbeiten und eine Entscheidung treffen.

Die Arbeit verlief tatsächlicher konzentrierter.

Die halbe Stunde war um und es ging an die Präsentation.

-Die Rock4Girls waren nur zu zweit. Die beiden Sängerinnen hatten die Zeit dazu genutzt an ihrem selbstgeschriebenen Hiphop Text zu arbeiten. Sie beiden Mädchen einigten sich hier zur Vorführung über die Wortreihenfolge und den Rhythmus. Da beide singen, trugen sie den Song ohne Begleitung eines iPads vor. Sie hielten sich an ihre Absprachen.

Was meinen sie selber dazu?

Sie bestätigten, dass der Rap gut geklappt hat. Heute konnten sie aber nicht ausprobieren, ob das was sie gemacht haben zur Appmusik passt.

Unser Tip:

Roxane und Roxibee sollten den Text auswendig lernen. Ansonsten klappte ja der Songs schon gut.

 

-Auch die Fancy Girls waren diesmal nur zu zweit. Siffanie und Sidney hatten in der Zeit gut aufeinander gehört, gespielt und improvisiert. Die eine sang, die andere nutzte verschiedene Apps. Da war eine Hookline erkennbar. Bei der Präsentation aber funktionierte ihr Song nicht. Sidney fand den Einstieg nicht, beide verhaspelten sich und waren irritiert, staunten und lachten. Sie hatten sich nicht abgesprochen, wie sie einsteigen.

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Das Staunen der Fancy Girls über ihr Werk!

Was meinen sie selber dazu?

So war das nicht geplant. Eben hat es doch geklappt. Nein, einfach wollen sie es nicht haben. Es muss richtig toll werden! Es soll ein Funky-Song werden!

Unser Tip:

Eine Melodie ist gibt es jetzt findet einen festen Anfang. Zum Beispiel den Rhythmus oder die Melodie nehmen, welche auch in ihrem Gesangsteil vorkommt,4 mal laufen lassen und dann einsteigen. Einfache Sachen machen sicher und man kann es ja trotzdem noch verändern. So wie sie es jetzt geplant hatten, hat es nicht geklappt.

 

– John Lee Harper und Alec Cooper „spielten“ mit der App Musyc Pro.

Diese App ist tatsächlich ein Spiel. Keine Melodie lässt sich zweimal exakt nochmal mit dieser App herstellen. Vorhandene Formen fallen und prallen auf eine Linie und geben Töne von sich. Der Nutzer aktiviert diese Formen und  die Anzahl der Linien durch Berührung. Jede Form gibt einen anderen Ton her und es hört sich wie ein Gluggern an.

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Es bleibt dabei: John Lee mit Musyc Pro

Frage:

Habt ihr an eurem Song gearbeitet?

Antwort:

Nein, wir haben gespielt!

Frage:

Und was wollt beim Auftritt machen?

Antwort:

spielen.

Es ist einfach ihre Lieblingsapp. Dabei spielt die Akustik scheinbar keine Rolle, es ist eher das Bild und die Bewegung auf der Oberfläche, die sie fasziniert, denn sie arbeiten teilweise auch ohne Ton und Kopfhörer.

 

Mal ehrlich, das ist doch ein tolles Ergebnis. Ich glaube in dieser AG Stunde konnten die beiden Mädchenbands mal ihre Arbeitsweise reflektieren und wir konnten sehen, was für ein Potential die Gruppe mitbringt.

Auch die Jungs mit ihrer App Musyc Pro könnte man doch mit ihrem Spiel in unser Programm aufnehmen. Entweder in einem der Songs oder auch zwischen den Songs. Ich fände das toll.

Ja, es war eine Herausforderung!… und die Kinder haben die echt gut genommen.

Was wird uns die nächste Stunde erwarten? Bleiben Sie dran!

 

 



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