Die BIS startet ins Jahr 2016

Jonathan Kühnl | 10. Januar 2016

Heute fand unsere erste Probe im neuen Jahr statt. Nach vier Wochen waren wir wieder in unserem Raum an der BIS versammelt und wie ich mit Freude feststellen konnte, fehlte auch keiner der Teilnehmer_innen. Somit konnten wir zügig und zielstrebig mit unserer Probe beginnen.

Noch zwei Wochen

Unsere erste Probe im neuen Jahr war auch gleichzeitig die vorletzte Probe vor dem Konzert am 17.01. Daher war der Fokus heute voll und ganz auf den Ablauf und die Organisation von unserer Performance gerichtet. Die letzten Wochen haben wir an den Klängen gefeilt, Apps zugeteilt, Noten eingegeben und stundenlange Diskussionen über die Lyrics von unserem Song geführt. In der heutigen Sitzungen haben wir uns deshalb absolut auf das wie und wann konzentriert. Wie spiele ich und wann ist mein Ansatz? Diesen Fragen wollten wir heute konkret nachgehen.

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Das App2music Team der BIS.

Das Intro

Unser Stück unterteilt sich in ein musikalisch relativ freies Intro und einen rhythmisierten Hauptteil. Nachdem wir alle Kabel angeschlossen, die Apps geöffnet und Klänge eingestellt hatten, widmeten wir uns zunächst dem Intro. Unser Stück fängt mit einem rauschenden, pulstreibenden Beat aus der App Trap an, woraufhin DJ Bacon mit schwebenden Klängen aus der App Orphion einsetzt. Daraufhin spielt DJ Jim synthetische Klänge mit Hilfe der Apps Magellan und ChordPolyPad, die sich aus Tönen der Melodie zusammensetzt. Da die Klänge übereinander gebaut werden und daraus ein schwebendes Cluster an Klängen entsteht, können wir bei den Einsätzen und der Länge sehr gut improvisieren. Ebenfalls im Intro setzt DJ Joey mit Sprechsequenzen aus der App Vidibox ein. Nach und nach werden diese Presets nicht mehr getrennt und auch gleichzeitig abgespielt, sodass sich der zuvor noch verständliche Text überlagert und nicht mehr erkennbar wird. Beim musikalischen Höhepunkt angelangt, gibt DJ Joey das Zeichen und spielt ein Preset mit einem Shoutout ab, woraufhin alle ihr Spiel unterbrechen und das Intro somit beendet ist.

Alles verkabelt und einsatzbereit.

Alles verkabelt und einsatzbereit.

Unser Ablauf wird verinnerlicht

Die Abfolge und Länge des Intro übten wir immer und immer wieder bis alle Schüler_innen sich den Ablauf verinnerlicht hatten. Daraufhin konnten wir uns auf den schwierigen Teil, den rhythmisierten Hauptteil, konzentrieren. Da ich in den letzten Sitzungen gemerkt habe, dass die Schüler_innen das Metrum als Anhaltspunkt für ihre Rhythmen brauchen, programmierte DJ Unknown in alle seine Drumpresets eine durchgehende, in Vierteln bewegende, Bassdrum ein. Gleichzeitig steuert er nun mit der App DM-1 die App midiSTEPs in der er die Melodie, die auch DJ Jim spielt, einprogrammiert hat. Somit können sich DJ Luke und DJ Bacon mit ihrer Begleitung an der durchgehenden Bassdrum aus DM-1 und DJ Jim an der Melodie aus MidiSTEPs orientieren. Dennoch habe ich heute wieder gemerkt, dass die Schüler_innen sich zu sehr auf ihr eigenes Spiel konzentrieren und dabei das Metrum schnell vergessen. DJ Luke hält das Metrum bei seiner Begleitung relativ konstant, sodass sich DJ Bacon nun an ihm orientiert und seinen Zeigefinder exakt wie den von DJ Luke auf den Presets hoch und runter bewegt. Für DJ Jim muss ich mir bis nächste Woche noch eine Alternative überlegen. Entweder spiele ich die Melodie mit ihr mit oder ich gebe die Melodie komplett als Preset in eine App ein, wobei man nur noch an und aus steuern muss.

DJ Eli mit der App Trap.

Generalprobe

In der Generalprobe wollen wir uns noch einmal darüber Gedanken machen, wie man den Hauptteil dynamisch noch interessanter machen kann, z.B. indem Schüler_innen aus- und wieder einsetzen oder DJ Unkown seine Drumpatterns dynamisch immer wieder verändert. Ebenfalls sollen die letzten Aufnahmen in Vidibox organisiert werden, die dann auch während des Hauptteils von DJ Joey eingespielt werden.

… ist Gitarrist und studiert Musik an der Universität der Künste Berlin. Er ist Stipendiat bei Live Music Now Berlin e.V., Instrumentallehrer bei Kiezklänge e.V. und leitet eine Musik-AG an der Berlin International School. Seine Lieblingsapp ist ChordPolyPad, da diese mit den Preset-Feldern leicht zu bedienen ist und man die App als Interface benutzen kann und so tolle Klänge der anderen Apps in nur einer hat.


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