Dritte Runde an der BIS

Jonathan Kühnl | 4. April 2016

Die Appmusik-AG an der BIS geht in eine neue Runde: Bereits zum dritten Mal schon findet die AG von app2music an der Berlin International School statt. In viele bekannte Gesichter blicke ich, doch auch ein neues Mitglied ist dabei. Unser Thema in diesem Schulhalbjahr ist „Wir erfinden unsere perfekte Musikapp“. Also geht es darum, dass wir uns mit Klangdesign und Klangsteuerung auseinandersetzen wollen.

Warm-up

Die erste Stunde haben wir ganz entspannt begonnen. In einer Warm-up Phase beschäftige sich jeder der Schüler_innen mit der App Launchpad. Da unser neues Mitglied DJ Candy Bear zum ersten Mal dabei ist, stellte sich DJ Luke zur Verfügung ihm die ersten Schritte auf dem Tablet zu erklären.

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DJ NoName stellt seine eigenen Presets in Launchpad zusammen.

Da Ziel des Warm-Ups war es ein kurzes Liveset in Launchpad aufzunehmen und am Ende über den Speaker zu präsentieren. Die Aufnahme-Funktionen in der App erlaubt es unkompliziert die Aufnahme über einen Button zu starten und zu beenden. So hatte jeder nach 20 Minuten einen kurzen Song eingespielt und konnte ihn nun vor den anderen Teilnehmer_innen abspielen.

Video und Sound

Da das Motto in diesem Schulhalbjahr „Instrumentenwerktstatt“ heißt und der Fokus darauf liegt, dass die Schüler_innen ihr Instrument, die Bedienung von den Apps individuell gestalten, beschäftigten wir uns als nächstes mit der App vidibox. Diese App legt einen noch stärkeren Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Soundfiles. Sie erlaubt es Klänge und Bilder aufzunehmen, diese zu cutten und schließlich individuell auf der Spieloberfläche zu positionieren. Auf der Spieloberfläche kann man so bis zu 16 verschiedene selbst eingespielte Presets speichern und mit einem Klick abspielen. Als weitere Features können diese Clips als Loop, Hold oder einmalig abgespielt werden.

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Während man mit den Loops ein Fundament zusammenstellt, ermöglicht es die Hold-Funktion mit einzelnen Presets zu improvisieren. Vidibox ist somit eine tolle App, in der die Schüler_innen die Spieloberfläche und deren musikalisches und bildliches Material individuell zusammen stellen können.

Welchen Song spielen wir?

Des Weiteren haben wir uns heute entschieden welchen Song wir zunächst covern wollen. Die Auswahl fiel auf Lush Life von Zara Larsson. Das harmonische Grundgerüst bewegt sich auf einer 4-taktigen Abfolge, die während des gesamten Songs wiederholt wird. Hinzu kommen der Bass, das Schlagzeug und neben der Gesangsmelodie noch eine weitere Melodie. Somit haben wir genügend Parts, die die Schüler_innen übernehmen können. Wir konzentrierten uns zunächst auf die Harmonien. Um die genaue Spielweise der Töne bzw. die Lage der Harmonien zu bekommen, suchten wir uns über Youtube ein Tutorial, in dem der Song über einen optischen Midi-Synthesizer abgespielt wird. So konnten wir die Spielweise der Harmonien sowie der Melodien innerhalb des Videos verfolgen und notieren. Während auf dem einen iPad das Tutorial lief und wir die Harmonien immer wieder durch die Stopp-Funktion anhielten, konnten wir auf einem weiteren iPad die Harmonien in die App ChordPolyPad eingeben. Diese App hat den Vorteil, dass der Aufbau durch eine Klaviatur genauso aufgebaut ist, wie der Inhalt des Tutorials. Daher könnten die Schüler_innen die Harmonietöne direkt übernehmen und eingeben, ohne dass sie das Wissen benötigen, welche Töne sie gerade spielen.

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Die Harmonien werden in ChordPolyPad eingegeben.

In der nächsten Sitzung möchten wir uns darauf konzentrieren, geeignete Klänge für die Harmonien zu finden. Dazu wollen wir uns die Apps Megellan, bi-16 und Thumbjam näher anschauen. Ebenfalls wollen wir noch andere Apps mit Spieloberflächen wie die von ChordPolyPad finden.

Ich bin gespannt, wie sich unser Song und das Thema „Musikapp als Instrumentenwerkstatt“ entwickeln wird.

… ist Gitarrist und studiert Musik an der Universität der Künste Berlin. Er ist Stipendiat bei Live Music Now Berlin e.V., Instrumentallehrer bei Kiezklänge e.V. und leitet eine Musik-AG an der Berlin International School. Seine Lieblingsapp ist ChordPolyPad, da diese mit den Preset-Feldern leicht zu bedienen ist und man die App als Interface benutzen kann und so tolle Klänge der anderen Apps in nur einer hat.


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