Ein mächtiger Ohrwurm

Julian Quack | 22. Mai 2015

Da keiner von uns beiden jemals alleine eine Appmusik-AG geleitet hatte, beschlossen Erik und ich, Julian, dieses Halbjahr gemeinsam zu unterrichten. Wir waren gespannt auf unser erstes Treffen mit den Kids von der Grundschule am Rüdesheimer Platz. In meinem ersten Beitrag bei app2music, will ich kurz schildern, wie sich unsere ersten Gehversuche mit einer kleinen Gruppe von Schülern gestalteten.

app2music_JamHub2

Der Aufbau der Technik ging schnell von der Hand. Wir spielen mit einem JamHub und können so gemeinsam mit Kopfhörern proben.

Appmusik-AGs sind an dieser Schule nichts neues und finden schon seit 2 Jahren statt. Die 3 Jungs im Alter von 10-12 Jahren hatten daher bereits Erfahrung im Umgang mit einer Vielzahl an Musikapps, weswegen wir uns nach einer kurzen Vorstellungsrunde auch schnell der wichtigsten Frage widmen konnten:

Was wollen wir machen?

Überraschenderweise waren sich alle einig, dass sie gerne etwas nachspielen wollen. Als Vorschläge stand neben „Axel F“(Beverly Hills Cop) und „Queen – I want to break free“ noch „Wolke 4“ von Philipp Dittberner als Vorschlag im Raum. Nach einer recht lebendigen Diskussion einigten wir uns auf „Wolke 4“, zumal es auch das einzige Stück war, von dem wir eine Aufnahme zur Verfügung hatten.

Der Faktor Motivation

Zur Realisierung des Songs „Wolke 4“ probierten wir uns zuerst am gemeinsamen Raushören der Melodie und den unterschiedlichen Instrumenten. Die Schüler wählten sich dann eines der wichtigsten 3 Instrumente des Songs und wir begaben uns gemeinsam auf die Suche nach geeigneten Apps: Der Schlagzeugbeat wurde mit „DM-1“ nachprogrammiert, für die Rhythmusgitarre benutzten wir „guitarism“ und die Melodie ließ sich relativ einfach mit „Thumbjam“ nachspielen.

Während die Schüler probierten ihren Part herauszuhören und nachzuspielen, wurde aber schnell deutlich, dass es sich bei der Wahl des Songs eher um einen Kompromiss gehandelt hatte. Obwohl jeder der drei schnell mit seinem Part zurecht kam, nutzten wir die letzten Minuten der AG dann doch um Ideen und Songvorschläge für das nächste Mal zu sammeln.

Die Macht ist mit uns

Da die Kids sich auf keinen Song einigen konnten, überlegten Erik und ich auch an den folgenden Tagen weiter. Uns war klar, dass wir für nächste Woche ein Stück wollten, dass uns wirklich alle restlos begeistert. Wir grübelten und grübelten…. Bis Erik einen genialen Einfall hatte!

Der Trailer für den neuen Star Wars Film war grade erschienen und wer kennt nicht die Melodie des Imperiums, den „Imperial March“, komponiert von John Williams?

In der darauffolgenden Woche wurde der Vorschlag einstimmig angenommen und es ging sofort mit dem Proben los. Für die Melodie kam fast schon logischerweise die App „iFretless Brass“ zum Einsatz.

app2music_ifrettless brass

Mit der App „iFretless Brass“ lassen sich Bläser-Sounds richtig gut zum Klingen bringen.

Es war aber gar nicht so leicht die Melodie zu lernen, da es hier und dort immer wieder kleine Varianten in der Melodieführung gab, die es erschwerten alles auswendig zu spielen. Das schreckte aber niemanden ab. Alle waren hoch motiviert und auch erst dann zufrieden, als es so klang wie im Original.

Wir brauchen mehr Bass

Aber irgendwie war allen klar, dass es der Trompetenmelodie noch an Klangfülle und Bass fehlte. Also erkundeten die Kids die weiteren Einstellungsmöglichkeiten der App und stießen auf die Möglichkeit mehrere Blechblasinstrumente auf einmal erklingen zu lassen. Ergebnis war: Eine Tuba gepaart mit Posaunen und Trompeten…

Zum Abschluss spielten wir das Stück über die große Anlage und unser Sound klang dann so mächtig, dass jeder einzelne mit einem Ohrwurm nach Hause ging.

Unsere Stormtrooper/Rebellen sind:

Bosseiche
DarkLord
Technomaster

Die Saga geht weiter…

Sein Werdegang führte ihn über Rock und Metal bis hin zu einer klassischen Ausbildung am Instrument. Er wirkte bereits in zahlreichen Projekten in den Bereichen Theater, Tanz und Tonstudio mit. An app2music fasziniert ihn vor allem die Möglichkeit, unmittelbar künstlerische Ideen umsetzen zu können, egal mit welcher musikalischen Vorbildung man einsteigt. Die interessanteste App für ihn ist zur Zeit „Sector“ – kontrolliertes Chaos.


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