Extreme Music for normal Apps!

Mika Leopold | 26. April 2017

Es gibt viele Möglichkeiten sich mit Extremen in Musik zu beschäftigen. Und normalerweise versuchen wir in den AGs ja Wege zu finden musikalische Strukturen und Ordnungen zu vermitteln, die von den Schüler*innen für ihre eigenen Kompositionen angewendet werden können. In diesem Halbjahr läuft mit dem Thema ueberSCHALL jedoch so einiges anders.

Denn dieses Halbjahr geht es darum die Grenzen von Apps, von Lautstärken, musikalischen Strukturen und vielen anderen musikalischen  Parametern auszutesten. Doch wie kommen wir am besten zu einer Entdeckung dieser musikalischen Parameter?

Es finden sich inzwischen die unterschiedlichsten Apps zum musizieren, von sehr einfach gehaltenen Programmen, bishin zu komplexen Produktionsstudios auf denen ganze Songs vollständig produziert werden können. Mit manchen Apps ist es sehr einfach zu gut klingenden Ergebnissen zu kommen und mit manchen braucht es sehr viel Erfahrung und Wissen.

Intuitiv erscheint sicherlich eine App für unser Unterfangen als geeignet, die möglichst viele Parameter hat und flexibel ist, sodass Extreme sehr schnell umgesetzt werden können. Leider haben diese Apps aber auch den Nachteil, dass es ziemlich viel Arbeit ist, bis  ein Song gut klingt und auf dem Weg dahin wahrscheinlich so mancher Versuch als musikalisches Extrem wahrgenommen werden könnte.

Deshalb haben wir ein Experiment gewagt.

Die App Auxy ist ja inzwischen fast schon ein alter Hut und aus vielen AGs und Tandem Projekten wohl bekannt. Die grosse Stärke dieser App ist, dass sie so etwas wie Leitplanken schafft, indem alle Parameter automatisch in Tempo sind, dass alles harmonisch geordnet ist und dass die Instrumente von sich aus schon auf einander abgestimmt sind, sodass sie gut klingen. Damit ist es also relativ schwer, dieser App überhaupt irgendein Extrem abzuringen. Und genau diese Eigenschaft wollten wir uns in der AG nun zu nutze machen. Denn gerade diese App lädt dazu ein über musikalische Extreme auszutesten. Dafür müssen die Schüler*innen nämlich die musikalischen Parameter schon ziemlich genau kennen und intendiert sozusagen das System überlisten, um aus einer schön klingenden Ordnung ausbrechen zu können.

Und tatsächlich war es ganz schön schwierig überhaupt zu einem Extrem zu kommen und es hat viele Versuche gebraucht bis das Ergebnis wirklich extrem war. Doch schlussendlich haben wir es dann doch geschafft.

 

 

… spielt und unterrichtet Schlagzeug von Pop bis Jazz. Darüber hinaus komponiert und produziert Mika elektronische Musik. Auf seinem eigenen Youtube Kanal teilt Mika außerdem Wissen über das Schlagzeugspielen und die Musikproduktion mit der ganzen Welt. Seine derzeitigen Lieblingsapps auf dem iPad sind Patterning und Lemur und zMors.


Kommentar verfassen