final concert

Jonathan Kühnl | 3. Februar 2016

Am 17.01.16 war es endlich soweit: Das Abschlusskonzert, auf das wir uns so lange vorbereitet hatten, stand bevor. Die Kinder hatten schon den ganzen Januar über auf ihre Live-Performance hingefiebert und waren nun, so kurz vor dem Konzert, besonders aufgeregt, da sie ihren Song nun auch vor Eltern, Freunden und Schulkameraden präsentierten.

Soundcheck

Der Soundcheck zog sich eine ganze Weile hin, sodass wir noch eine kurze Teambesprechung machen konnten, bevor es für uns zur Generalprobe auf die Bühne ging. Die Nervosität war den Kindern ins Gesicht geschrieben, gleichzeitig waren sie aber voller Adrenalin für ihre Performance. Die letzte Besprechung der Abläufe half da wenig, da die Kinder einzig und allein an ihren bevorstehenden Auftritt dachten.

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Die Band vor dem Konzert

Nach gut einer Stunde waren wir dann an der Reihe: Alle auf die Bühne, iPad entsperren und Apps öffnen. Diesen Ablauf hatten wir bereits vorher mehrere Male geprobt, sodass wir innerhalb von wenigen Sekunden startklar waren. Einer nach dem anderen machte den Soundcheck mit seinem iPad und wartete dann auf die erste Performance innerhalb der Generalprobe. DJ Eli eröffnete wie immer unseren Song und die anderen Schüler_innen setzten ein. Aufgrund der weit vorangeschrittenen Zeit kürzten wir den Ablauf unseres Songs etwas ab und kamen so schon nach zwei Minuten zum Schluss. Applaus, Verbeugen und wieder von der Bühne, das wars schon. Die Kinder freuten sich, dass es so reibungslos geklappt hatte und ihre Nervosität war nicht mehr ganz so stark wie noch kurz zuvor.

Das Konzert

Gegen halb vier wurde die Location zunehmend voller. Eltern, Freunde und Bekannte hatten sich zahlreich versammelt und warteten gespannt auf das bevorstehende Konzert der jungen Künstler. Wir waren nach einer kurzen Pause in der Mitte des Konzertes dran. Die kurze Pause nutzte ich, um die iPads auszutauschen, denn unsere Vorgängerbands benutzen andere Sets. Sechs iPads aus den Stativen herausnehmen, unsere iPads in der vorgegebenen Reihenfolge wieder auf das Stativ setzten und Kabel verbinden, das dauerte mindestens zwei Minuten, sodass die kurze Pause sehr hilfreich war. Und dann ging es auch schon los: Die BIS war an der Reihe, um ihren Song Spaceman zu performen.

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Konzentration bei der Performance

Alle Schüler_innen hatten volle Konzentration und warteten auf den ersten Ton von DJ Eli. Die Einsätze liefen perfekt und ich merkte, dass sich der Ablauf mit den unterschiedlichen Einsätzen bei den Schülern und Schülerinnen verinnerlicht hatte. DJ Unkown wechselte die verschiedenen Patterns immer wieder, sodass eine tolle abwechselnde Dynamik entstand. Da die Schüler_innen ihre Parts sehr sicher und selbstständig spielten, dauerte unser Song knapp fünf Minuten, ohne dass eine musikalische Unterbrechung oder Ratlosigkeit entstand. Die Performance war noch besser als in den Generalproben, jeder Einsatz stimmte und jedes bis ins kleinste Detail geplante musikalische Feature funktionierte. Den Applaus hatten sich die Schüler_innen redlich verdient.

Mit diesem Konzert endet die heiße Phase der Konzertvorbereitung. Die nächsten Stunden werden wir noch ein paar andere Apps ausprobieren und die vergangene Arbeitsphase auswerten, sodass sich die BIS im März wieder zurückmeldet.

… ist Gitarrist und studiert Musik an der Universität der Künste Berlin. Er ist Stipendiat bei Live Music Now Berlin e.V., Instrumentallehrer bei Kiezklänge e.V. und leitet eine Musik-AG an der Berlin International School. Seine Lieblingsapp ist ChordPolyPad, da diese mit den Preset-Feldern leicht zu bedienen ist und man die App als Interface benutzen kann und so tolle Klänge der anderen Apps in nur einer hat.


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