guitarism – unsere Gitarren-Session

Hendrik Bruch | 4. März 2015

Ein Klacks für Klax – app2music geht in die zweite Runde: Am 27.02.2015 fand nun das zweite Male die Appmusik-AG in der Klax Grundschule in Berlin-Weissensee statt. Ich kam wieder mit ausreichend Zeit im Gepäck in der Schule an, um gewissenhaft meine Vorbereitungen zu tätigen, die einige entscheidende Änderungen gegenüber der ersten Veranstaltung am vergangenen Freitag vorsahen.

Die Aufstellung der iPad-Stative im Kreis und der Extraplatz für das Mischpult schienen mir bei der letzten Veranstaltung als zu weiträumig positioniert und das Mischpult nicht für alle erreichbar. Dies ließ nicht die Interaktionmöglichkeiten zu, die ich mir wünschte. Daher gestaltete ich diesmal den Kreis deutlich enger, sodass die Wahrnehmung der untereinander agierenden Schüler bezogen auf Blickkontakt, Gesten und damit das Zusammenspiel besser funktionieren konnte.

Überlegungen zur Technik

Mit der Technik und der Verkabelung war ich schon bei der letzten AG-Veranstaltung recht zufrieden gewesen. Als Live- und Studiomusiker trage ich dafür Sorge, dass die Schüler_innen eine zufriedenstellende Basis für Klang und kraftvolle Unterstützung vorfinden.

Aber es bestand dennoch in einigen Punkten dringender Änderungsbedarf. So musste ich in der letzten Veranstaltung ständig mit dem Rücken den Schülern zugewandt sein, um die Regler/ Fader des Mixers zu bedienen. Das war mir unangenehm, da es Momente waren, in denen ich vom Geschehen abgeschnitten fühlte.

Mittelpunkt Technik

Im Mittelpunkt meines technischen Aufbaus: Der Mixer.

Bei der Geräteaufstellung für diese zweite Veranstaltung bildeten nun Mixer, Endstufe, Mikro und der geordnete Kabelsalat das Herzstück im Mittelpunkt des Kreises. Ich konnte somit der Gruppe zugewandt bleiben und genoss auf diese Weise die Möglichkeit am Gruppengeschehen teilzuhaben und unmittelbar reagieren zu können.

Soweit die leblose Theorie. Nun freute ich mich auf lebendige Akteure…

Let´s make music!

Pünktlich zu 15:00 Uhr betraten dann sechs, durchaus muntere Wesen, den Raum. Letzte Woche bestand die Appmusik-Band aus zwei Mädchen und drei Jungen. Nun erschienen drei Mädchen und zwei Jungen. Ein Junge war krank, dafür war ein neues Mädchen dabei.

Der Beginn unserer Stunde bestand – wie es auch weiterhin bleiben wird – aus einer kurzen Befindlichkeitsrunde, in der die letze AG-Veranstaltung rekapituliert wurde. Die Schüler_innen äußerten einhellig, dass keine Fragen offen seien, außer, wann es endlich ans Werk und somit  zu „Fix u“ gehen kann. Für mich ein willkommener Anlass den Kids die Handhabung der Musikapps gleich an einem Song praktisch erfahrbar zu machen.

Zum Start bat ich die Schüler_innen auf den vor ihnen befindlichen iPads, den von mir eingerichteten Ordner „KLAX app2music“ zu öffnen.

Klax AG Ordner

Klax AG Ordner

Diesen Ordner hatte ich im Vorfeld vorbereitet und Musikapps ausgewählt, die ich momentan für besonders sinnvoll erachte. Dabei achtete ich bei der Vorbereitung darauf, dass die Ordner auf den iPads identisch sind in Bezug auf Inhalt und Anordnung der Musikapps. Aufgabe der Schüler_innen war nun, die App „guitarism“ zu finden und zu starten. Das klappte, wie nicht anders zu erwarten, hervorragend und war für die Schüler ein Klacks.

Guitarism App

Eine übersichtliche Spieloberfläche, die jeder schnell spielen lernt.

 Aber nach Finden und Starten der App, folgte nun das Verstehen und Musizieren mit dieser.

Gemeinsamer Klang und Harmonie, erfüllt nun die Runde

Als erstes bat ich alle die ersten Akkorde des „Fix u“ Verses und des Refrain in der Spieloberfläche der App zu programmieren. Dafür musste sich ein jeder zuerst mit der Oberfläche der App beschäftigen. Erneut startete nun ein Suchen und Finden begleitet von Rüberschmulen, Austausch, Fragen, Schreien nach Hilfe. (So kurz vor Ostern fand ich das aber auch gar nicht so unpassend.)  Zunächst war den meisten Schüler_innen die Einstellung für das Aussehen der abgebildeten Gitarre am wichtigsten. Bei guitarism kann man zwischen 6 verschiedenen Darstellungen wählen.

Klax Hände

Das Abbild einer klassischen Gitarre gefiel uns irgendwie allen am besten.

Als nächstes mussten die Akkorde, entsprechend der Tonart und der Vorlage von „Fix u“, in richtiger Abfolge eingestellt werden. Diese Arbeit erledigten die Kids selbstständig. Als wir uns schließlich auf ein gemeinsames Layout in der Anordnung der Akkorde geeinigt hatten, schauten alle Schüler_innen nun auf ihre perfekt eingestellte Gitarren-App.

Akkorde Vers und Rferain "Fix u"

Akkorde Vers und Refrain
„Fix u“

Nachdem alle alles gefunden und eingestellt hatten, sollte nun jeder einmal Vers und Refrain spielen. Im richtigen Songtempo und mit der richtigen Anschlagstechnik. Beides hörten wir uns vom Original ab. An der Umsetzung arbeitete ich mit jedem einzeln. Die die nicht dran waren, durften mit Kopfhörern all die vielen anderen Musikapps ausprobieren, die ich in den dem Ordner „App Kiste“ versammelt hatte.

Schließlich musizierten wir alle zusammen unseren Song. Ich sang zum Gitarrenspiel der Kids über mein Funkmikrofon. Dies lässt uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, ohne ein lästiges, verdrehtes Mikrofonkabel zu. So ist es mir möglich, ein Auge auf das Geschehen haben zu können. Ich hatte das Gefühl, dass es allen Spaß machte und es ein tolles Erlebnis für alle war: Gemeinsam an einem Song zu arbeiten und zum ersten Mal richtiges gemeinsames Musizieren.

Die letzten Minuten eines schönen Tages der Klax app2music AG

Wir beschlossen unsere Musik-AG-Veranstaltung wieder mit einer freien Improvisation, in der ein jedes Kind machen, spielen, suchen und finden durfte was es wollte. Das klAPPte auch diesmal, wie schon beim letzten Mal, hervorragend. Abschließend besprachen wir noch ein paar Dinge für das nächste AG-Treffen. Beim nächsten Mal soll ein weiteres Instrument für das Stück „Fix u“ unter die Lupe genommen werden.

Ein Gruß meiner AG Kids. Danke.  Euer Hendrik

Ein Gruß meiner app2music-Kids.

Ich war wieder ganz begeistert von der außerordentlichen Spielfreude und der sehr hohen Aufmerksamkeit, die trotz eines anstrengenden Schultages bei den Schüler_innen beobachtbar blieb.

Danke.
Euer Hendrik



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