HipHop und R’n’B mit Musikapps

Jonathan Kühnl | 30. Juni 2015

In der heutigen Sitzungen haben wir im ersten Teil an „Shake it off“ von Taylor Swift gearbeitet und im zweiten Teil versucht Instrumente innerhalb des Songs „Fancy“ von Iggy Azalea zu erkennen. Im Vordergrund stand dabei die optimale Klangfindung in den einzelnen Apps und das Üben der verschiedenen Rhythmen in den Instrumentalparts.

Weniger ist manchmal mehr

Zur Auswahl standen Schlagzeug, Synthesizer, Bläser und Bass. Da wir heute nur zu fünft waren, war jeder der Schüler für einen Instrumentalpart allein verantwortlich. Das Video zeigt ein paar Szenen aus der Veranstaltung.

Wie letzte Mal besprochen, benutzen wir für den Drumpart die App „DM1“. Jeder der Schüler konnte zunächst einen eigenen Beat komponieren und ihn dann vor der Gruppe präsentieren. Ich merkte schnell, dass die Schüler so viele Sounds programmierten so dass kein taktgebender Rhythmus erstand. Ich riet den Schülern deshalb eher weniger zu verwenden und wenigstens die Bassdrum auf den schweren Zählzeiten 1-2-3-4 durchlaufen zulassen. Die Ergebnisse wurden nun klarer und wir stimmten ab, welcher der Beats für unseren Song benutzt werden sollte.

Die Band entsteht

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DJ Famous spielt die Akkorde mit der App SoundPrism

Bei der Auswahl der anderen Instrumente gab es keine Überraschung: DJ Famous nutze wie immer ihre Lieblingsapp „SoundPrism“. Sie suchte sich einen tollen Synthesizersound der App Megallan aus, den sie dann über SoundPrism spielte. Sie entdeckte schnell die Haltefunktion, die es ermöglicht, die Akkorde zur einmal anzutippen, wodurch sie die Finger nicht durchgehend auf den Feldern zu halten braucht. In dem viertaktigen Pattern C – Am – G musste sie also nur drei Mal die Finger bewegen und die Akkorde kurz antippen. Das fand sie gut.

Die anderen Schüler konnten sich jetzt zwischen dem Bläserpart (Thumbjam via Chordpolypad) oder den Sample-Einwürfen durch die App Riddim entscheiden.

Taktgefühl zeigen

Unser Song begann damit, dass einer der Schüler seinen vorprogrammierten Beat im DM1 abspielte. Dazu drückte er einfach auf Play und der Beat begann. Es folgte der kompliziertere Rhythmus vom Bass den ich übernahm (Magellan via Chordpolypad). Jetzt setzten die Harmonien durch SoundPrism ein und zuletzt die Bläser die synchron mit den Harmonien wechselten. Ein Schüler bediente sich dann einigen Samples aus Riddim wie einzelnen Drumbeats oder kurzen Instrumentalparts.

Ich bemerkte schnell, dass sich das Einsetzten von DM1 positiv auf das Taktgefühl der Schüler auswirkte. Ohne einen solchen Beat gespielt von einem Drumcomputer fällt das gemeinsame Spiel schwer. Den Schülern wurde durch den konstanten Beat deutlich, auf welchen Zählzeiten sie einsetzten und wann sie die Harmonien wechseln mussten. Der definierte Beat gab den Schülern eine klare Orientierung. So musste ich kaum mehr Einsätze anzeigen, da die Schüler das von alleine schafften.

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Ein einfacher Beat im DM1 als Basis.

Für die nächste Sitzung haben wir uns vorgenommen den Instrumentalpart nun mit dem Gesangspart zusammenzubringen. Ein Mikrophon habe wir ja da.

… ist Gitarrist und studiert Musik an der Universität der Künste Berlin. Er ist Stipendiat bei Live Music Now Berlin e.V., Instrumentallehrer bei Kiezklänge e.V. und leitet eine Musik-AG an der Berlin International School. Seine Lieblingsapp ist ChordPolyPad, da diese mit den Preset-Feldern leicht zu bedienen ist und man die App als Interface benutzen kann und so tolle Klänge der anderen Apps in nur einer hat.


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