Musik für Minecraft

Julian Quack | 24. Mai 2016

Es dürfte kein großes Geheimnis sein, dass Videospiele mittlerweile ein fester Bestandteil unserer (Jugend)Kultur sind. Neben immer realistisch werdender Grafik trägt das Sounddesign in Kombination mit Musik maßgeblich zur Atmosphäre eines Spiels bei. Manche Melodien bleiben auch nach Jahren noch hängen und erreichen einen Bekanntheitsgrad weit über das Spiel hinaus. Wer kennt denn zum Beispiel nicht die Musik von „Super Mario“ oder „Tetris“?

Während eines Sommerworkshops im Jugendzentrum „Helliwood“ sind bereits letzten Sommer Soundtracks zu selbst entworfenen Minecraft-Levels entstanden. Ein paar Monate meldeten sich einige von ihnen wieder bei mir mit der Anfrage, ob wir nicht gemeinsam ein bisschen tiefer in die Materie der Musikproduktion einsteigen könnten.

Theorie und Praxis

Neben grundsätzlichen Funktionen verschiedener Apps, darunter der klare Favorit „Korg Gadget“, ging es mir vor allem darum Gestaltungsmöglichkeiten im kompositorischen Bereich aufzuzeigen. Inspiriert von J.S. Bach versuchten sich die Jungs an einer horizontal und vertikal gespiegelten Version einer eigenen musikalischen Idee. Das Ergebnis: Überraschend gut dafür, dass keiner von ihnen überhaupt das Wort Kontrapunkt kannte.

Hängengeblieben sind sicherlich viele verschiedenste Herangehensweisen um eine musikalische Grundidee entwickeln zu können und Möglichkeiten diese zu erweitern.

Minecraftmusik

Hier mal ein Einblick in einige Stücke, welche zur Untermalung für die Welt von Minecraft dienen sollen:

 

Update:

Ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, wird es sich in unserer nächsten Projektphase von app2music um die Spiele aber natürlich vor allem um deren Musik drehen.

Sein Werdegang führte ihn über Rock und Metal bis hin zu einer klassischen Ausbildung am Instrument. Er wirkte bereits in zahlreichen Projekten in den Bereichen Theater, Tanz und Tonstudio mit. An app2music fasziniert ihn vor allem die Möglichkeit, unmittelbar künstlerische Ideen umsetzen zu können, egal mit welcher musikalischen Vorbildung man einsteigt. Die interessanteste App für ihn ist zur Zeit „Sector“ – kontrolliertes Chaos.


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