Video.Spiel.Musik – Reinhardswald

Julian Quack | 23. Januar 2017

Wir befinden uns in der nahen Zukunft, das Internet der Dinge ist gewachsen und eine allgemeine digitale Vernetzung hat zugenommen. Das Gefahrenpotenzial einer solchen Welt wird dadurch deutlich, dass sich eine Art Virus/Trojaner im gesamten Netz ausbreitet, die Kontrolle über alle Geräte erlangt und darauf gespeicherte Daten veröffentlicht.

Um der Sache Einhalt zu gebieten, entwickelt die Hackerorganisation „AIM“ eine künstliche Intelligenz mit dem Namen „Projekt X“, welche den Virus selbstständig bekämpfen soll. „Projekt X“ ist in der Lage verbal zu kommunizieren…

In unserem fiktiven Computerspiel steuert der*die Spieler*in deshalb keinen gewöhnlichen Avatar sondern dieses abstrakte Wesen Namens „Projekt X“ welches sich innerhalb von Datenleitungen und Computerhardware fortbewegt. Man stelle sich vor der Film „Tron“ trifft auf ein Computerspiel wie „Watchdogs“.

Das Sounddesign und die Hintergrundmusik werden dabei von Agent F, Agent D, Agent K und Agent M übernommen.

  • „M“ ist die Stimme, welche mit „Projekt X“ kommuniziert
  • „F“ erzeugt Stimmung und Hintergrundgeräusche mit der App „TC-Performer“
  • „D“ benutzt die App „Launchpad“ um spezifische Signaltöne und Loops abzuspielen
  • „K“ hat diverse Szenen in „Korg Gadget“ eingerichtet, die zu den unterschiedlichen Abschnitten im imaginären Level  passen – Schlagzeugspuren, Synthesizer und Effekte. Gadget und Launchpad laufen mit Hilfe von Ableton Link rhythmisch synchron

In den letzten Wochen ist neben den Beats und Basslines vor allem am Dialog zwischen „M“ und „Projekt X“ gearbeitet worden, um unsere Geschichte so authentisch wie möglich zu erzählen. Beim Videodreh haben wir deshalb versucht, den Fokus nicht auf die einzelnen Musiker*innen und ihre Performance zu legen, sondern mit Bildmaterial zu arbeiten, welches die Erzählung unterstützt.

Alle Beteiligten waren für die Aufnahme bestens vorbereitet und auch „M“ hat ihre Hauptrolle bravourös gemeistert. Allerdings wären wir in den Generalproben fast an einer technischen Hürde gescheitert.

Ironischerweise wurde das wichtigste aller Tablets von einer fremden Person mit einem PIN-Code verschlüsselt. Darauf waren alle Beats gespeichert, die wir für das Projekt entwickelt hatten. Dank der herausragenden Kommunikation innerhalb von „AIM“ und einigen sozialen Hacking-Skills wurde der Code aber schnell geknackt und wir konnten unsere Aufnahme ohne Probleme machen.

 

Sein Werdegang führte ihn über Rock und Metal bis hin zu einer klassischen Ausbildung am Instrument. Er wirkte bereits in zahlreichen Projekten in den Bereichen Theater, Tanz und Tonstudio mit. An app2music fasziniert ihn vor allem die Möglichkeit, unmittelbar künstlerische Ideen umsetzen zu können, egal mit welcher musikalischen Vorbildung man einsteigt. Die interessanteste App für ihn ist zur Zeit „Sector“ – kontrolliertes Chaos.


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