Happy und Beat

Matthias Krebs | 29. Mai 2014

Wie die Videos unten zeigen, haben wir “Happy” und “Easy Beat” in dieser zweiten Veranstaltung (19. Mai) unserer Appmusik-AG an der Grundschule am Rüdesheimer Platz gespielt. Wir hatten die Songs nach dem Wunsch der Schüler und Schülerinnen ausgewählt: Jeder nannte seinen Lieblingssong, den er oder sie gerne nachspielen würde. In der Gruppe von siz.da war es “Happy” von Pharell Williams (siehe auch hier). In meiner Gruppe gab es keinen Konsens, darum hatte ich eine einfache Songstruktur mit vier Akkorden vorbereitet mitgebracht, anhand derer ich mit der Gruppe im Sinne einer Band einen Song entwickeln wollte.

app2music_GARP_Happy

Ares und Reezen hatten sichtlich Spaß und liefern sich einen kleinen Show-Kampf. Auf dem iPad rechts kann man gut den Beat auf „DM1“ von Reezen erkennen.

Etwas Schwierigkeiten bereitete uns die Tatsache, dass wir aufgrund einer schulinternen Lehrerbesprechung nur einen Raum für beide Gruppen zur Verfügung hatten. Leider hatten wir für die Appmusik-AGs noch nicht die notwendige technische Ausrüstung, um mit Hilfe der zwei JamHub-Mischpulte in beiden Gruppen allein über Kopfhörer zu üben: Dazu fehlten uns noch ein paar Kopfhörer und Spielkabel.

Happy

Step by Step hat sich die Gruppe um siz.da an den Aufbau, den Songtext und an das harmonische Zusammenspiel herangetastet. Bee spielt in seiner Freizeit Schlagzeug, hat sich für die Drums entschieden („Drums XD“). Black.i hatte sich auf den Songtext vorbereitet und Ira wollte gern die Gitarre übernehmen („GarageBand“). kisum (Musik- und Kunstlehrer an der Schule) war ebenfalls dabei und begleitete uns mit Klavier („ChordPolyPad“) und Gitarre („guitarism“).

Noch etwas unsicher spielte die Gruppe ihren ersten Song mit Apps.

Schwierigkeiten bereiteten das recht hohe Tempo und die Koordination des Ablaufes, so wusste Ira nicht immer, wie es weiter geht. Bee spielte zur Sicherheit nur einen einfachen Rhythmus.

Easy Beat

Mein Vorhaben war es, den Schüler_innen den instrumentalen Charakter verschiedener Musikapps erfahren zu lassen. Wir begannen mit der App “DM1” Drumbeats zu programmieren. Ich erklärte kurz drei einfache Regeln, wie mit der App die Beats kreiert werden können, dann arbeitete jeder für sich mit Kopfhörern. Nach dem gemeinsamen Durchhören der drei Versionen stimmten wir gemeinsam ab und entschieden uns, die Beats von Reezen für den geplanten Song zu nutzen. Dann fragte ich, welche Bandinstrumente die anderen spielen wollen. Ares entschied sich für die Gitarre (“guitarism”), G für den Bass (“ifretless”) und ich Schlagzeug („Drums XD“). Das Ergebnis war eine kleine Band, die munter spielte.

Ein konzentriertes Spiel der Gruppe. Black.i übernahm die Aufzeichnung mit der Kamera. Danke!

Im Spiel sieht man die Spielfreude der Schüler_innen. Reezen hat das Umschalten verschiedener Varianten gut im Griff und wechselt die unterschiedlichen Beats wie vereinbart (Im Video 0:50). Ares und G variieren ihr Spiel kaum und spielen einen einfachen Rhythmus, der nicht wechselt. Das Spiel wirkt daher noch recht gleichförmig, wird aber in den kommenden AG-Veranstaltungen mit weiteren Spielarten und rhythmischen Varianten weiter entwickeln.

Matthias Krebs ist Appmusiker, Diplom-Musik- und Medienpädagoge und wissenschaftlich tätig. Matthias Krebs ist Gründer und Leiter des Smartphone-Orchesters DigiEnsemble Berlin und beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion mit der Aneignung digitaler Musikinstrumente. Weitere Forschungsschwerpunkte betreffen: Digitale Medien in Lehre und Forschung, Kommunikation im Social Web, Netzkunst, digitale Musikinstrumente und Musiker-Selbstvermarktung. Er arbeitet und wirkt an der Universität der Künste Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ist als Lehrbeauftragter an mehreren deutschen Musikhochschulen tätig und leitet regelmäßig Appmusik-Workshops.


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